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Heilpflanzen zum Kennenlernen

Holunder (Sambucus nigra)

Der Holunder ist bereits aus dem Märchen und vielen Mythen bekannt: Er gilt als Schutzpflanze.

"Sambuka" ist ein griechisches Musikinstrument, ähnlich der Panflöte. Die Sambuka wurde traditionell aus Holunderholz hergestellt.

"Nigra", schwarz, bezieht sich auf die dunkle Farbe der Beeren des Holunders.

 

 

 

 

 

 

 

Seine schnellwachsenden Zweige weisen anfangs gerade in die Höhe, biegen sich aber ab einem bestimmten Zeitpunkt nach unten, wachsen dem Boden zu. Auf dem Scheitelpunkt der höchsten Öffnung spriessen neue Triebe, sodass sich irgendwann eine Gestalt mit übereinander liegenden Bögen entsteht.

Im übertragenen Sinne werden auf einem Höhepunkt alte Bahnen verlassen, um neue Wege einzu-schlagen.

 

 

Der Holunder wird in der Naturheilkunde traditionell angewandt bei chronischen Entzündungen der Atemwege, er gilt als immunstimulierend und schweisstreibend.

Wenn eine Entzündung nicht ausheilt, z. B. wenn eine "Verbrennung" erkaltet, weil zu wenig Luft vorhanden ist, dann kann der Holunder helfen, die Reifung voranzutreiben.

Das gilt auch für seelische Prozesse: In der Spagyrik wird der Holunder eingesetzt, um den freien Willen und die Selbstverwirklichung zu unterstützen, den seelischen und körperlichen Reifungsprozess anzustossen, körperlich generell zur Ausleitung von Giftstoffen, also zur Drainage, um den Stoffwechsel zu unterstützen.

In der Homöopathie sind die Anwendungskriterien u. a. Ängstlichkeit, Zittern, Ängste mit Krämpfen bis zu Hustenanfällen.

 

                                                              Fotos: privat

Rezept für Holundersekt

 

4 Dolden Holunderblüten

750 g Zucker

2 Esslöffel Weinessig

3,5 l Wasser

2 Zitronen

 

Dolden, Zucker, Essig und Wasser in eine Schüssel geben, die ausgepressten Zitrone dazu.

Zitronenschale in Viertel schneiden, in die Flüssigkeit legen.

Gelegentlich umrühren, 24 h stehen lassen, abseihen und in Flaschen mit Schraubverschluss füllen.

Nach wenigen Tagen kann der Sekt getrunken werden.

Bei fiebriger Erkältung:

 

zu gleichen Teilen Minze, Holunderblüten und Schafgabe und die halbe Menge frisch geriebenen Ingwer in kaltem Wasser zum Kochen bringen.

20 min. zugedeckt stehen lassen, abseihen.

Alle 3 Stunden ein kleines Glas, bei Bedarf bis 5 Tage lang.

Schwertlilie  (Iris versicolor)

Iris ist in der griechischen Mythologie die Götterbotin, die Göttin des Regenbogens.

 

In der Spagyrik setzt man Iris z. B. ein bei Kopfschmerzen, allerdings nicht als Einzelpflanze. Im seelischen Bereich findet sie Anwendung, um sehen zu lernen: Seine eigenen Fehler (an-)erkennen.

Die spagyrische Essenz begünstigt lt. Zimpel eine Umwandlung von Blockaden, hilft, mit jeder Art von Strahlen umzugehen.

Fotos: privat

Regenbogenfarbige Iris

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

(auch Hartheu o.Tüpfeljohanniskraut)

Welche Pflanze könnte mehr Licht aufnehmen als das Johanniskraut, das zur Sommersonnenwende, um Johanni (24.Juni), blüht?

Licht dient als Energiequelle für die Nerven, sowohl für den Körper als auch für die Seele.

Aber Vorsicht: Johanniskraut kann eine Photosensibilisierung hervorrufen und in Wechselwirkung mit bestimmten Medikamenten treten.

 

 

Die perforiert scheinenden Blätter sondern bei Reibung einen roten Farbstoff ab. Das sieht man z. B. beim Johanniskrautöl, das besonders gern bei der Breuss-Massage verwendet wird.

 

                                                                                                                                                                       Fotos: privat

Johanniskraut zeigt keine Geradlinigkeit, keine Symmetrie im Wuchs, sondern eine Spiralwindung.

Trotzdem ist die Pflanze im Gleichgewicht. Eine absolute Ordnung, etwas Starres, ist anfällig, kann nicht regulieren. Im Reich des Lebendigen bedeutet Starre den Tod.

 

Das Johanniskraut wird gern in der Spagyrik oder in der Homöopathie eingesetzt, z. B. als sog. "Arnica der Nerven": Das heißt, bei Verletzungen der Nervenendigungen oder -wege, bei reissenden Schmerzen, bei Wunden, die durch Quetschung die Nerven schädigen, bei allen Stich- oder Schnittwunden mit Nervenverletzungen.

Als stabilisierend wirkende Nervenpflege, bei psychischen Verletzungen, die mit Depression einhergehen, wird oft eine Zubereitung aus Johanniskraut verwendet.

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Diese Pflanze ist ein typisches Frauenmittel:

sie wird eingesetzt bei krampfartigen Menstruationsbeschwerden, bei lange dauernden Blutungen, bei Beschwerden, die progesteronähnlich sind.

Als ausleitende Pflanze wird sie ebenfalls bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich eingesetzt.

Sie ist bitter, zusammenziehend, konkretisierend und hat ein typisches Aroma.

 

Allerdings zeigt sich in der Anwendung eine auffallende Polarität: Es gibt keine klare Festlegung der Wirkungsweise.

Schafgarbe hilft sowohl, Nasenbluten zu stillen als auch zu erzeugen. Sie kann Krämpfe lösen als auch hervorrufen.

Die Spagyrik verwendet Schafgarbe gern auf der seelischen Ebene:

Zur Unterstützung bei der Befreiung von sozialen Sitten, z. B. der Angst vor dem Gerede anderer Menschen.

Wer ein schwaches Unterscheidungsvermögen zeigt, oder im Gegenteil, sehr schnell eine sehr entschiedene Meinung bildet, der spricht möglicherweise gut auf eine Schafgarbezubereitung an. Solche Menschen zeigen häufig auch unterschiedliche Reaktionen bei bestimmten Vorkommnissen.

 

Rezept für ein Sitzbad bei Menstruationsbeschwerden

 

Ein Bund Schafgarbe wird zerkleinert und mit 1 Liter kochendem Wasser überbrüht.

20 min ziehen lassen. Die ätherischen Öle und Gerbstoffe werden in dieser Zeit optimal freigesetzt. Danach absieben und dem Badewasser zugießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: privat